Oder doch lieber shoppen? Das war die zusammenfassende Frage Anfang August 2003, als wir nach drei Monaten Indonesien in einem modernen, pünktlich ablegenden und auf winterliche Temperaturen heruntergekühlten Schnellboot unseren Zielhafen an der Harbour Front ansteuerten. Es war und ist eine andere Welt, dieses Singapore auch im Jahr 2014.
Beruflich weilt Aldo zehn Wochen, Doris für eine Woche in der Metropole und finden Zeit der Stadt auf den Zahn zu fühlen...
...noch immer umtriebig und geschäftig zeigt sich die Innenstadt, deren Kern um die Marina Bay teilweise kaum wieder zu erkennen ist. Wo Anfang Jahrtausend aufgeschüttetes Brachland lag, ragen heute die drei prägnanten Türme des Marina Bay Sands in die Höhe und lädt ein riesiger botanischer Garten zum Verweilen ein.
...noch immer gibt es Shoppingcenter, Restaurants und Food Malls allerorts sowie die weitläufigen Nationalparks, die mal mit asphaltierten Wegnetzen erschlossen sind, mal tatsächlich über Stock und Stein führen.
...noch immer ist Singapore ein Synonym für entspanntes und einfaches Reisen.
Durch das Arbeiten und die Zusammenarbeit mit Singaporeans hat Aldo aber auch eine andere Seite des Stadtstaats kennengelernt: Nicht nur, dass vor 9 oder 10 Uhr nur Expats im Büro sind, sondern auch dass sich Inder und Chinesen in der Arbeitswelt kaum mischen. Und natürlich auch den asiatischen Glauben an die Obrigkeit.
Ein Staat der notabene ein «erfolgreiches» System betreibt, aber letzten Endes ein diktatorisch geführtes Gebilde ist.